Das Konzept der PLEs

Eine PLE (wobei ich PLU als Begriff viel eingängiger finde und es hört sich auch schöner an) ist ein Ansatz zum vernetzten Wissenserwerb durch die Nutzung und Verknüpfung verschiedenster Online- Dienste. Dies sollte idealerweise auf einer Plattform geschehen auf der alle benötigten Dienste versammelt sind und von jedem Nutzer individuell zusammengestellt werden können. Besonderen Augenmerk legt dieses Konzept auf die Vernetzung des Lernenden innerhalb des Webs. Er profitiert von den Informationen, die ihm durch das Internet zugänglich gemacht werden und kann seine Ergebnisse wiederum der Kommunity zur Verfügung stellen.
 
 

Im Text „Persönliche Lernumgebungen: Grundlagen, Möglichkeiten und Herausforderungen eines neuen Konzepts“von Sandra Schaffert (Salzburg Research) und Marco Kalz (Centre for Learning Sciences and Technologies, Open University of the Netherlands) werden PLEs folgendermaßen definiert:

 
 
„Persönliche Lernumgebungen, kurz PLE, sind Lernanwendungen, bei denen Lerner verteilte Online-Informationen, -Ressourcen oder -Kontakte einerseits selbst in ihre PLE integrieren können und andererseits auch ihre im Rahmen der PLE vollzogenen Aktivitäten und deren Produkte in anderen Online-Umgebungen auf der Basis von Standards zur Verfügung stellen können.“
 
 
Ich stelle mir PLEs gerne als virtuelle Pinnwände vor. Nur bietet das Netz eine größere Fülle an Möglichkeiten. Die PLE hat der Pinnwand voraus, dass sie nicht statisch ist, sondern in alle Richtungen, in die Tiefe und in viele Verzweigungen Einblicke bieten kann um dem Lernenden eine breit gefächerte Übersicht über die eigenen Lernbewegungen zu geben. PLEs haben einen großen Vorteil: der Nutzer kann schnell und effizient arbeiten, weil er sein eigenes „Lernumgebungsdesign“ entwirft und alle benötigten Anwendungen an einem Ort versammelt.
 
 
Die reale Umsetzungen dieses Konzepts unterscheiden sich meist durch die Einbindung von extenen Densten und durch den Grad der möglichen Anpassung der Umgebung durch den Lernenden.
 
 
Ich habe mir gleich mal eine sogenannte „integrierte Oberfläche“ bei netvibes erstellt. Hier ein kleiner Screenshot:
screenshot netvibes
 
Hier kann man aus verschiedensten Quellen schöpfen, mehrere Armaturenbretter oder dashboards zu verschiedenen Themengebieten erstellen. Jedes Element kann angepasst werden bis es den eigenen Vorstellungen entspricht. Ich werde mich mal daran ausprobieren und meine Efahrungen hier demächst posten.
 
 
Besonders gefällt mir an disem Ansatz, dass der Lernende im Mittelpunkt steht. Alles ist auf ihn zugeschnitten und im besten Fall kann der Lernende nach Belieben seine persönliche Lernumgebung individuell zusammenbasteln.
 
 
 
Ich habe oft das Gefühl von der schier unermesslichen Fülle an Informationen im Internet erschlagen zu werden. Womöglich kann mir eine eigene PLE helfen, mich besser zurechtzufinden im Chaos des WorldWideWeb.
 
 
 

 

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SOOC2013

Dieses Semester besuche ich zum ersten Mal einen online- Kurs. Und dieser scheint besonders online zu sein, denn alles wird via social media kommuniziert. Es finden Präsenz- Veranstaltungen im Internet statt, bei denen viele Studierende und Lehrende sich im virtuellen Raum treffen um Informationen auszutauschen.

Spannend finde ich, dass dieses Seminar zu Slebststudium einlädt. Ich werde mich selbst informieren über die zu erwerbenden Inhalte und werde in diesem Blog und bei Twitter meine Fortschritte, Erfahrungen und Probleme veröffentlichen.

Ich bin neugierig, was mich da erwartet und hoffe, dass dieser Kurs mir ein wenig Freude an den Möglichkeiten des Internets vermitteln kann, denn wenn ich ehrlich bin muss ich sagen: ich bin ein „real life“- Fan.